Berlin braucht mehr Feiertage!

Berlin ist aktuell das Bundesland mit den wenigsten Feiertagen. An nur neun Tagen im Jahr haben die Berliner frei. Spitzenreiter ist das katholische Bayern mit 13 Feiertagen. Deshalb braucht Berlin mehr Feiertage, findet die SPD.

Mehrere Daten standen zur Auswahl. Sicher war nur, es sollte ein nicht-religiöser Feiertag sein. Die Berliner SPD Frauen hatten von Anfang an für den 8. März als neuen Feiertag plädiert. Der 8. März ist der Internationale Frauentag.

„Wir haben uns sehr gefreut, dass sich alle Berliner Koalitionsparteien auf den 8. März als neuen Feiertag einigen konnten“, sagt Martina Hartleib, Kreisvorsitzende der SPD-Frauen in Friedrichshain-Kreuzberg.

Das entsprechende Gesetz war am 13. Dezember 2018 in erster Lesung im Abgeordnetenhaus. „Wenn alles gut geht, haben wir am 8. März 2019 zum ersten Mal arbeitsfrei“, freut sich Martina Hartleib. „Wir Frauen werden die Zeit nutzen, um auf die Straße zu gehen und für unsere Rechte zu kämpfen.“

Der „Internationale Frauentag“ symbolisiert die langen Kämpfe um die gesellschaftliche Teilhabe und Gleichstellung der Frauen*. 1910 wurde der „Internationale Frauentag“ initiiert, um die Durchsetzung des Frauenwahlrechts weltweit zu befördern und zu vernetzen.

Der internationale Charakter des 8. März als Feiertag ist einer Stadt angemessen, in der viele verschiedene Nationalitäten zusammenleben. Mit dem „Internationalen Frauentag“ als allgemeinen Feiertag verbindet sich die Botschaft, dass der Abbau von Diskriminierung und die Realisierung von Gleichstellung eine allgemeine gesellschaftliche Aufgabe ist und allen Menschen zu Gute kommt. Der „Internationale Frauentag“ ist ein Feiertag für alle Berliner*innen unabhängig von ihrer Religion und Herkunft. Die UN hat ihn bereits 1977 zum weltweiten Feiertag erhoben.