SPD Friedrichshain-Kreuzberg begrüßt Ausweisung der Karl-Marx-Allee/Frankfurter Allee als städtisches Erhaltungsgebiet

Die Karl-Marx-Allee in Berlin-Freiedrichshain, Blickrichtung Alexanderplatz und Strausberger Platz

Die SPD Friedrichshain-Kreuzberg begrüßt die Entscheidung des Bezirksamts Friedrichshain-Kreuzberg, die Karl-Marx-Allee und die Frankfurter Allee sowie deren Umgebung als städtebauliches Erhaltungsgebiet auszuweisen.

Dazu Dr. Susanne Kitschun, Mitglied des Abgeordnetenhauses und denkmalspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Abgeordnetenhaus:

„Die Einrichtung des Erhaltungsgebietes ist eine wichtige Voraussetzung, um die Karl-Marx-Allee künftig als Weltkulturerbe anzuerkennen. Darum setze ich mich dafür ein, noch in dieser Wahlperiode einen neuen Welterbe-Antrag zu starten, nachdem ein erster Anlauf vor einigen Jahren nicht zum Erfolg führte.

Die Karl-Marx-Allee ist ein herausragendes Zeugnis der Architektur der Nachkriegszeit. Die baulichen Zeugnisse aus der Wiederaufbau-Phase nach dem Zweiten Weltkrieg sind bei den bisher ausgewiesenen Welterbe-Stätten leider noch unterrepräsentiert. In Berlin kann man zudem am Beispiel der Karl-Marx-Allee/Stalinallee und des Hansaviertels/Interbau 1957 das „doppelte Erbe“ der geteilten Stadt sichtbar machen: Beide Stadtviertel spiegeln die Konkurrenz der politischen Systeme, die sich in den konträren Vorstellungen von einem guten Leben und Wohnen niederschlagen. Unser Ziel ist deshalb der Welterbe-Status für beide Straßen als „das doppelte Berlin“.