SPD-Fraktion begrüßt Verkehrskonzept für den Samariterkiez

Samariterstraße in Friedrichshain

Die BVV hat das Bezirksamt im vergangenen Jahr auf Initiative der SPD-Fraktion beauftragt, ein Verkehrskonzept für den Samariterkiez zu erstellen. Nun hat das Bezirksamt die Eckpunkte des Konzeptes zur Beschlussfassung vorgelegt. Der Verkehrsausschuss der BVV wird sich demnächst mit der Vorlage befassen.

Die verkehrspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion Peggy Hochstätter begrüßt die Vorlage: „Ich freue mich sehr, dass es nun nach jahrelangem Drängen endlich zu einer erhöhten Schulwegsicherheit im Samariterkiez kommt. Seitdem das angrenzende Schlachthofgelände mit zahlreichen Townhouses und einem riesigen Einkaufsbereich zugebaut wurde, diente der Samakiez als Abkürzung für Privat- und Lieferverkehr. Für die vielen Kinder im Kiez wurde das zunehmend gefährlich.“

Das Verkehrskonzept soll insbesondere die Samariterstraße, die Pettenkoferstraße sowie die Proskauer Straße für Kinder sicherer machen. Der Kiez ist von zunehmendem Durchgangsverkehr be­troffen. Eine im April durchgeführte Verkehrszählung hat dies bestätigt: Bis zu 400 Pkw pro Stunde wurden in den betreffenden Straßen gezählt.

Darauf will das Bezirksamt mit reversiblen und kostengünstigen Maßnahmen reagieren. Der Zebrastreifen in der Proskauer Straße wird laut Bezirksamt besser sichtbar gemacht und ein weiterer Ze­brastreifen in der Bänschstraße geprüft. Quer- und Diagonalsperren sollen den Kiez als Durch­fahrtsstrecke unattraktiv machen. Bodenschwellen sollen sicherstellen, dass Autofahrende in Tem­po-10-Abschnitten und Spielstraßen tatsächlich langsam fahren.

Im BVV-Verkehrsausschuss wurden die Grundzüge des Konzeptes am 7. Juni bereits vorgestellt und diskutiert. Die anwesenden Anwohner*innen reagierten überwiegend positiv auf das Vorhaben.

Die SPD-Bezirksverordnete Hochstätter dringt darauf, erste Maßnahmen nun schnell umzusetzen. „Nun muss auch die zugesagte Sicherung des Zebrastreifens auf der Proskauer Straße kommen. Durch die Veränderung der schulischen Einzugsbereiche wird dieser Zebrastreifen nun vermehrt durch die Schulkinder genutzt.“ Bereits Anfang 2015 hat die SPD-Fraktion mit einem Antrag auf das Problem aufmerksam gemacht, dass viele Autofahrende den Zebrastreifen zu spät wahrneh­men.

 

Presseerklärung vom 29.08.2018

Die „Vorlage zur Kenntnisnahme“ des Bezirksamtes gibt es hier als PDF: Drucksache_0899/V_Verkehrskonzept_Samariterkiez.