Wir trauern um unseren Genossen Günter Drogge

Günter Drogge

Günter Drogge

Die SPD im Boxhagener-, Rudolf-, Samariter-, Travekiez und in Stralau trauert um ihr langjähriges Mitglied Günter Drogge. Er ist in dieser Woche im Alter von 87 Jahren gestorben und war 67 Jahre Mitglied der SPD.

Geboren wurde Günter Drogge 1930 in Berlin. Der gelernte Polsterer trat im Februar 1951 in die SPD im Bezirk Prenzlauer Berg ein. Auch nach dem Mauerbau im August 1961 hielt Günter Drogge der SPD die Treue. Er betonte 2011 anlässlich seines 60-jährigen Parteijubiläums: „Dank Willi Brandt ruhte die Mitgliedschaft der Ostberliner Genossen und wurde nicht gelöscht.“ Wegen „staatsfeindlicher Äußerungen“ wurde Günter Drogge von September 1961 bis Juli 1962 inhaftiert. 1964 zog er nach Friedrichshain. Bedingt durch die Haft konnte er aber erst nach Ablauf der Bewährungsfrist 1968 ein Abendstudium zum Handwerksmeister aufnehmen. Trotz Löschung seiner Strafe wurde es ihm dennoch untersagt, sich selbstständig zu machen. Nach dem Mauerfall 1989 nahm Günter Drogge sofort wieder Kontakt zu seiner SPD auf: Erst mit Kreuzberger Genossinnen und Genossen, später wurde dann auch in Friedrichshain die SPD wieder gegründet. Danach hat er sich in vielen Wahlkämpfen engagiert.

2009 zeichnete ihn die SPD in seinem Kiez anlässlich des 20-jährigen Gedenkens an die friedliche Revolution von 1989 für seine Treue zur Partei im Rahmen einer Feierstunde zusammen mit anderen Genossinnen und Genossen mit der Willy Brandt-Medaille aus.

Sven Heinemann