Erstmal keine Baugenehmigung für „Campus Ohlauer Straße“

An der Ohlauer Straße soll der Neubau entstehen. (c) Höck

Die Planungen für das Bauprojekt „Campus Ohlauer Straße“ auf dem Gelände der ehemaligen Gerhart-Hauptmann-Schule sind ins Stocken geraten. Trotz geänderter Planungen lehnt Baustadtrat Florian Schmidt einen B-Plan – mit verbindlicher Bürgerbeteiligung – weiter ab.Wie Baustadtrat Florian Schmidt (Grüne) im Februar mitteilte, habe die Howoge ihre Baupläne gegenüber dem ursprünglichen Entwurf noch einmal geändert – so wolle sie jetzt sechs statt fünf Stockwerke bauen. Zudem seien Kriterien wie Mindestabstände zwischen den Baukörpern nicht eingehalten worden. Nun müsse die Howoge nachbessern, sonst werde ihr Bauantrag nicht genehmigt, so Schmidt. Die SPD-Fraktion begrüßt die Ziele des Projektes (Wohnraum für einkommensschwache Menschen, wohnungslose Frauen mit Kindern und für Geflüchtete), beurteilt jedoch den architektonischen Entwurf kritisch.

Der SPD-Bezirksverordnete John Dahl wollte am Mittwoch (1. Mai) vom Baustadtrat wissen, wie das Bezirksamt mit den aufgestockten Bauplänen umgehen will. Zudem fragte Dahl, warum der Baustadtrat kein Bebauungsplanverfahren anstrebt, in dessen Rahmen auch eine rechtlich verbindliche Bürgerbeteiligung stattfinden müsste. Eine Gruppe von Anwohner*innen bemängelt, diese habe bisher nur unzureichend stattgefunden.

Schmidts Antwort auf die mündliche Anfrage: Ein Bebauungsplanverfahren halte er für den Campus Ohlauer nicht für nötig. Schmidt versprach aber, die Widerstände gegen die geplanten Baumfällungen im weiteren Vorgehen zu berücksichtigen. Auch „die Kritik, dass die Wohnungen Gefängnisse oder Karnickelställe seien, ist fachlich nochmal zu überprüfen“, kündigte der Baustadtrat an. Zur Anfrage (Mit der Antwort des Stadtrates)

Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem Newsletter 3/2017 der SPD-BVV-Fraktion Friedrichshain-Kreuzberg. Wenn Sie den Newsletter regelmäßig beziehen möchten, können Sie sich hier …



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