„Die Hälfte der Macht den Frauen“-Frauenfrühstück der ASF Friedrichshain-Kreuzberg

Zum internationalen Frauentag hat die ASF Friedrichshain-Kreuzberg ein Frauenfrühstück am 11. März 2017 veranstaltet. 35 Frauen waren gekommen, um sich mit den Mandatsträgerinnen der SPD auszutauschen. Dafür standen die Bundestagsabgeordnete Cansel Kiziltepe, die stellvertretende Fraktionsvorsitzende im Abgeordnetenhaus Susanne Kitschun, die Staatssekretärinnen Siggi Klebba und Barbara König, die Mitglieder in der Bezirksverordnetenversammlung Sevim Aydin, Peggy Hochstätter, Anja Möbus und Tessa Mollenhauer-Koch zur Verfügung.

Cansel Kiziltepe wies darauf hin, dass in der großen Koalition einige entscheidende Fortschritte in der Gleichberechtigung erzielt worden seien. So sei die Frauenquote nun endlich eingeführt worden. Besonders wichtig seien ihr die Fortschritte, die bei Alleinerziehenden erreicht worden seien: „Den Nöten von Alleinerziehenden haben wir uns ganz besonders angenommen. Zum ersten Mal seit zehn Jahren Stillstand haben wir die steuerlichen Freibeträge deutlich erhöht von 1.308 auf 1.908 Euro. Beim Unterhaltsvorschuss ist uns nun gelungen, die unsäglichen Beschränkungen abzuschaffen. Zum 1. Juli 2017 wird die Altersbeschränkung wird von 12 auf 18 Jahre angehoben. Gestrichen wird die zeitliche Befristung beim Unterhaltsvorschuss von sechs Jahren. Der Verband der alleinerziehenden Mütter und Väter findet, dass uns hiermit ein Meilenstein bei der Bekämpfung der Kinderarmut gelungen ist.“

Susanne Kitschun berichtet aus dem Abgeordnetenhaus. Zum Internationalen Frauentag habe dort eine Debatte „Die Hälfte der Macht den Frauen“ stattgefunden. Hier hätte jeder sehr gut sehen können, wie sich die Parteien zur Gleichberechtigung stellen. Nicht nur die AfD sieht die Gleichberechtigung als erreicht an, sondern auch die CDU. Alle weiteren Maßnahmen seien in deren Augen „Genderismus“. Sie würden ausnahmslos die männliche Form verwenden. Ein Blick nach rechts im Plenum würde sehr schnell deutlich machen, dass dort fast ausschließlich Männer säßen. Insbesondere durch die AfD und die CDU sei das Parlament im Berliner Abgeordnetenhaus wieder männlicher geworden.

Die Frauenstaatssekretärin Barbara König wies darauf hin, dass wir im nächsten Jahr hundertjähriges Jubiläum des Frauenwahlrechts hätten. Die Jugendstaatssekretärin Siggi Klebba wies darauf hin, dass der Kampf um die Gleichstellung ein permanenter Kampf sei. Es gehe mitnichten immer weiter voran, manchmal gäbe es auch Rückschritte, hier müsse man Einhalt gebieten. Sie setzt sich ganz besonders für ausreichende Kita-Plätze in Berlin ein, dass sei für viele Frauen entscheidend, die berufstätig seien wollten.

Neben den Mandatsträgerinnen waren auch einige Frauen gekommen, die sich um einen Platz in der Seniorenvertretung bewerben: Ursula Gode, Elisabeth Schmidt, Emine Tekçe und Wenfang Zhang. Sie stellten ihr Programm für die Seniorenvertretung vor.

Während des Frauenfrühstücks sammelte die ASF Friedrichshain-Kreuzberg Spenden für das geplante Marie-Juchacz-Denkmal am Mehringplatz. 100 Euro sind zusammengekommen. Vielen Dank an alle für ihre Spende. Besonders hat uns gefreut, dass wir ein Neumitglied für die SPD gewinnen konnten.