Kiezspaziergang mit Senator Andreas Geisel

Rund 50 Bürgerinnen und Bürger waren gekommen, um den Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel auf seinem Kiezspaziergang zu begleiten. Die SPD-Kandidatin für das Abgeordnetenhaus Sevim Aydin hatte den Rundgang organisiert, um über die Bauvorhaben im Sanierungsgebiet südliche Friedrichstadt zu informieren.
Der Mehringplatz soll neu gestaltet werden. Er soll grüner werden, immerhin handelt es sich um ein Gartenbaudenkmal. Beim Bauzaun am Mehringplatz waren sich alle einig: Der Zaun muss bald weg, damit wieder kurze Wege zu Bussen und Bahnen möglich werden. Hier überraschte eine Neuigkeit: Ende August soll der Zaun wegkommen.
Nächste Station war der Parkplatz an der Franz-Klühs-Straße. Hier renoviert die GEWOBAG den alten Wohnungsbestand und will auch neu bauen. „Wir brauchen dringend mehr bezahlbare Wohnungen, da müssen wir die Nachverdichtung in Kauf nehmen“, sagte Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel. Eine Tiefgarage sei in dem entsprechenden Haus nicht geplant. „In Berlin leben immer mehr Menschen ohne Auto, deshalb haben wir auf eine Tiefgarage verzichtet, denn wir wollen preiswert bauen. Da haben wir auf diesen Standard verzichtet.“
Bei so manchem Bürger zog sich daraufhin die Stirn kraus: „Wo sollen wir denn dann parken, wenn der Parkplatz bebaut wird und es keine Tiefgaragen gibt?“ Der Bezirksbürgermeisterkandidat und Stadtrat Dr. Peter Beckers antwortete: „Wir wollen in dem Gebiet Parkraumbewirtschaftung einführen. Das heißt, Anwohner bekommen einen Parkausweis, der kostet 20 Euro und ist zwei Jahre gültig. Mit diesem Ausweis können sie im Gebiet parken. Für alle anderen wird es teuer, sie müssen Parkgebühren zahlen. Also ist die Parkraumbewirtschaftung gut für die Anwohner.“
Auch das Parkdeck an der Franz-Klühs-Straße beschäftigte die Anwohnerinnen und Anwohner: „Dieser Schandfleck muss dringend weg“, hieß es. Der Bezirksverordnete Sebastian Forck versicherte, das Parkdeck wird abgerissen. „Der Investor plant dort Geschäfte und Büroflächen. Wir reden aber noch mit ihm, mit dem Ziel dort auch Wohnungen hin zu bekommen.“
Zum Schluß trafen sich alle auf Kaffee und Kuchen im Kieztreff am Mehringplatz und konnten dort ihre Fragen an die Verantwortlichen der SPD persönlich stellen und beantworten lassen.
von Martina Hartleib