Sexuelle Belästigung soll strafbar werden!

Resolution gegen sexualisierte Gewalt und Rassismus. Immer. Überall. #ausnahmslos der ASF-Berlin

Nach den sexuellen Übergriffen in der Silvesternacht 2016 haben einige Frauen unter #ausnahmslos  einen Aufruf gestartet. Es ging den Autorinnen darum, Sexismus und sexualisierte Gewalt nicht zu „islamisieren“ und damit pauschal einer Religion zuzuschreiben. Sexismus und sexualisierte Gewalt sei ein gesamtgesellschaftliches Problem.

In Anlehnung an diesen Aufruf hat die ASF-Berlin am 29. Januar eine Resolution „Gegen sexualisierte Gewalt und Rassismus. Immer. Überall. #ausnahmslos“ verabschiedet.

Darin fordert die ASF-Berlin eine Reform des Sexualstrafrechts. Jede Form des nicht-einvernehmlichen Geschlechtsverkehrs muss strafbar sein. Nein heißt Nein! Und sie fordert darüber hinaus, dass sexuelle Belästigung in Deutschland endlich ein eigenständiger Straftatbestand wird.

Bei sexualisierter Gewalt ginge es nicht um Sex, sondern um Machtdemonstration, deshalb sollten die Täter nicht als „Sex-Gangster“ oder „Sex-Mob“ beschrieben werden.

Das Augenmerk müsse mehr auf die von Gewalt betroffenen Frauen gerichtet werden. Die Arbeit der Beratungsstellen solle gestärkt und ihr Angebot ausgebaut werden. Von Gewalt betroffene Frauen bräuchten einen besseren und schnelleren Zugang zu Therapieplätzen.

Auch Polizei und Justiz müssten geschult werden, damit es überhaupt zur Strafverfolgung kommt und in diesen Prozessen sensibel und respektvoll mit Betroffenen umgegangen wird.

Sexismus und andere Diskriminierungsformen müssten als Nährboden für sexualisierte Gewalt verstanden und als reale und bestehende Probleme in unserer Gesellschaft anerkannt werden. Es müsse erkannt und ernst genommen werden, wie die mediale Darstellung u.a. weiblicher Körper als Lustobjekte mit sexualisierter Gewalt verknüpft ist. Sexismus darf weder im Alltag noch in der Werbung und in den Medien Platz haben.