Sexualisierte Gewalt im Bezirk stoppen!

Sexualisierte Gewalt ist in Friedrichshain-Kreuzberg leider ein alltägliches Phänomen. „Nicht nur auf dem RAW-Gelände, im Görlitzer Park oder am Kottbusser Tor werden immer wieder Frauen bedrängt, beraubt und leider auch oft sexuell genötigt“, schreiben die SPD-Bezirksverordneten Tessa Mollenhauer-Koch und Andy Hehmke in einem Antrag. Dieser hat das Ziel, das Thema stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken und so eine Debatte anzustoßen. Auch die Polizei, die Ämter und die weiteren öffentlichen Einrichtungen sollen für das Thema sensibilisiert werden.

Dazu soll das Bezirksamt unter anderem regelmäßig eine Statistik veröffentlichen, die aufzeigt, wie viele Übergriffe es im Bezirk gibt und inwiefern sie sich an bestimmten Orten häufen. Das Bezirksamt soll außerdem professionelle Hilfsangebote für Menschen, die von sexualisierter Gewalt betroffen sind, stärker bekannt machen. „Die Sensibilisierung der Öffentlichkeit erfordert zudem eine stärkere Fokussierung auf die Opferperspektive“, heißt es in dem Antrag. Diese trete zu oft in den Hintergrund, wenn die Öffentlichkeit sich – wie nach der Kölner Silvesternacht – über sexualisierte Gewalt empört.

Zum Antrag