Mehr Unterstützung für geflüchtete Frauen in Friedrichshain-Kreuzberg

Die AG Migration und Vielfalt Friedrichshain-Kreuzberg veranstaltete am 12.05.2015 in Kooperation mit der ASF Friedrichshain-Kreuzberg und der AG Migration und Vielfalt Reinickendorf eine Sitzung zum Thema „Die Situation geflüchteter Frauen in Friedrichshain-Kreuzberg“.

Als Referentin stand uns Frau Djamilia Djusupova von Albatros gGmbH zur Verfügung. Frau Djusupova ist Psychosozial-Beraterin und kümmert sich tagtäglich um Flüchtlinge, die an psychischen und allgemein sozialen Problemen leiden. Das Sozialunternehmen Albatros ist in verschiedenen Bezirken Berlins aktiv, Frau Djusupova bietet zudem bisher als Einzige „aufsuchende Sozialberatung“ in Berlin an. Das ist insbesondere verwunderlich, da es einen „riesigen Bedarf an qualifizierter Unterstützung bei Geflüchteten in Berlin gibt“, so Frau Djusupova.

Das gemeinnützige Unternehmen Albatros gGmbH. Albatros gGmbH wurde vor mehr als 30 Jahren in Berlin gegründet und widmet sich sozial benachteiligten Menschen. Das Unternehmen bietet verschiedene Angebote u.a. zur beruflichen Qualifizierung, Flüchtlingsarbeit und Gesundheitsversorgung an.

Frau Djusupova gab uns  an diesem Abend wertvolle Einblicke in Ihre Arbeit, wofür wir Ihr sehr danken. Neben den Fragen der besseren Versorgung und möglichen politischen Forderungen, durch die wir als AG Einfluss nehmen können, war vor allem die geschilderte Problemlage von geflüchteten Frauen erschütternd. Geflüchtete Frauen, die Gewalterfahrungen gemacht haben, so der Tenor des Vortrags, sind unter den Geflüchteten, die nach Berlin kommen, oftmals unterversorgt, die Hilfestellungen durch das Land Berlin sind bei weitem noch nicht ausreichend.

Es werden deutlich mehr Menschen wie Frau Djusupova gebraucht, die sich dieser nicht zu unterschätzenden Problematik annehmen müssen. Träger wie Albatros gGmbH aber auch staatliche Einrichtungen, müssen insbesondere bei der Schaffung von Angeboten zur Unterstützung von geflüchteten Frauen unterstützt werden. Im Anschluss an das Referat von Frau Djusupova wurde insbesondere diskutiert, wie seitens der AG Migration politische Forderungen  bei der Erweiterung von Hilfeleistungen innerhalb des dSGB V, bzw. seitens des Lands Berlin, gestellt werden. Die Arbeitsgemeinschaft wird an diesem Thema dran bleiben.