Vor Ort: Die AG Migration und Vielfalt in der Akademie des Jüdischen Museums

Am Donnerstag, den 12. März war die AG Migration und Vielfalt der SPD Friedrichshain-Kreuzberg zu Gast in der Akademie des Jüdischen Museums. Betul Yilmaz, selbst AG-Mitglied und gleichzeitig wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Akademie, stellte den TeilnehmerInnen die spannende Bildungseinrichtung im Kreis Friedrichshain-Kreuzberg vor.

Veranstalter dieses Informations- und Diskussionsabends waren die Landesarbeitsgemeinschaft für Migration und Vielfalt der Berliner SPD sowie die Kreis-Arbeitsgemeinschaften in Friedrichshain-Kreuzberg und in Treptow-Köpenick. Betul Yilmaz hielt zunächst einen spannenden Vortrag über Entstehung und Aufbau der Akademie, über die thematischen Schwerpunkte und über die unterschiedlichen Projekte und Formate. Sie verwies auch auf das Fellowship-Programm der Akademie. Bei diesem Programm werden  Forschungsvorhaben zur jüdischen Geschichte und Kultur sowie zu Migration und Diversität in Deutschland gefördert. Im Rahmen des ersten Fellowship-Programmes forschte die Wissenschaftlerin Dr. Karen Köber unter dem Titel »Lebenswirklichkeiten. Jüdische Gegenwart in Deutschland«.

Insbesondere erläuterte Betul Yilmaz in ihrem Vortrag das Akademieprogramm Migration und Diversität. Hier bietet die Akademie des Jüdischen Museums ethnischen und religiösen Minderheiten in unserer Gesellschaft Raum. Es geht um das Verhältnis der Minderheiten zur Mehrheitsgesellschaft, aber auch um Vernetzung und Austausch zwischen den Minderheiten. Vielfältige Veranstaltungen und Formate machen möglich, was der Akademie ein großes Anliegen ist: Ganz unterschiedlichen Menschen kommen hier zusammen und treten in den Dialog.

Nach einer interessanten Vorstellung war Zeit für Fragen und Diskussion. Die GenossInnen waren sehr interessiert und stellten einige Fragen zu Konzeption und thematischen Hintergründen der Akademie. Der Abend weckte das Interesse der TeilnehmerInnen, an dem Angebot dieser wichtigen Einrichtung teilzunehmen. Gleichzeitig zeigte der Abend, dass es noch viel Diskussionsstoff gibt, wenn es um Themen rund um die Rolle von Minderheiten in unserer Gesellschaft geht. Die Debatte, welche Position Minderheiten gegenüber der Mehrheitsgesellschaft haben und wie sie sich untereinander verhalten, wird sicherlich fortgesetzt werden. Diese Debatte brauchen wir, um Diversität und Vielfalt in unserer Gesellschaft zu wahren.