Heldinnen des Alltags brauchen unsere Unterstützung!

„Heldinnen des Alltags brauchen unsere Unterstützung!“ Das stellt Martina Hartleib, Kreisvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen in Friedrichshain-Kreuzberg fest. Heute hat das Bundeskabinett einen Gesetzentwurf verabschiedet, der eine Anhebung des Grundfreibetrages, des Kinderfreibetrages, des Kindergeldes und des Kinderzuschlags vorsieht. Die besonderen Belastungen der Alleinerziehenden bleiben beim Gesetzentwurf aber außen vor.

Der steuerliche Freibetrag für Alleinerziehende beträgt aktuell 1.308 Euro. Der Freibetrag wurde seit elf Jahren nicht mehr erhöht. Mehr als eine Millionen Alleinerziehende profitieren von dem Freibetrag. „Das ist ein Schlag ins Gesicht ausgerechnet jener Familien, die ohnehin die größten Belastungen zu tragen haben. Das darf nicht das letzte Wort sein. Der Koalitionsvertrag legt klar fest, dass der Entlastungsbetrag angehoben und nach der Zahl der Kinder gestaffelt werden soll“, sagt Martina Hartleib weiter.

Die SPD-Bundestagsfraktion hat angekündigt, dass sie in den nächsten Wochen dafür kämpfen wird, dass im Gesetzgebungsverfahren auch der Freibetrag für Alleinerziehende angehoben wird. Für Berlin und für Friedrichshain-Kreuzberg ist das wichtig. Etwa 155.000 Alleinerziehende leben in Berlin – das sind rund ein Drittel aller Familien und damit fast doppelt so viele wie in anderen Bundesländern. Im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg dominiert eindeutig der Familientyp allein erziehend. In 42 Prozent der Familien wachsen Kinder in der Regel bei einem Elternteil, meist bei der Mutter, auf.