Jahresendfeier mit Mitgliederehrungen

Nach einem ereignisreichen Jahr, feierte die SPD Luisenstadt am 13.12.2014 ihre traditionelle Jahresendfeier mit Mitgliederehrungen. Zu Gast waren die Bundestagsabgeordnete Cansel Kiziltepe, die beiden Mitglieder des Abgeordnetenhauses Björn Eggert und Sven Heinemann, der Fraktionsvorsitzende der SPD BVV-Fraktion in Friedrichshain-Kreuzberg Andy Hemke und die Abteilungsvorsitzende der SPD Südstern Anja Möbus.

In einem kurzen Rückblick auf das Jahr 2014 machte die Abteilungsvorsitzende Sevim Aydin insbesondere auf die Situation am Görlitzer Park aufmerksam und erklärte: „Für den Görlitzer Park müsse es ein Gesamtkonzept geben, das sowohl neue Nutzungsmöglichkeiten als auch Sozialarbeit und arbeitsmarktpolitische Maßnahmen vorsieht“.

Im Anschluss fanden die Mitgliederehrungen statt. Marianne Wetzel-Malik wurde für 65 Jahre Mitgliedschaft geehrt. Sie ist 1932 in Berlin-Charlottenburg geboren. Damit war ihre Kindheit durch die nationalsozialistische Schreckensherrschaft geprägt. Millionen Menschen haben in den zwölf Jahren der braunen Diktatur ihr Leben verloren. Ihre Familie blieb von dem Verbrechen nicht unverschont. So wurde ihr Großvater aufgrund der Sozialisten Gesetze von Bismarck aus Berlin verbannt und wegen seiner sozialdemokratischen Einstellung im Dritten Reich von der SA umgebracht. Er gehörte zu denjenigen, die die Arbeiterbewegung im 19.Jahrhundert mitgeprägt haben.

Marianne Wetzel-Malik kommt aus einer ursozialdemokratischen Familie. Auch der Vater war Sozialdemokrat und in den 50er Jahren Stadtrat für Volksbildung in Tempelhof. Diese Tradition hat sich bei den weiteren Generationen ihrer Familie fortgesetzt. Sie selbst ist 1949 in die SPD eingetreten und hat insbesondere zum Aufbau der „Sozialistischen Jugend Deutschland- Die Falken“ in Berlin beigetragen. In der SPD hatte sie diverse Funktionen und war auch in der AWO lange Jahre aktiv. Als Lehrerin lagen ihr die Jugend- und Bildungspolitik besonders am Herzen. Sie war lange Jahre Schulleiterin der Jens-Nydahl-Grundschule in Kreuzberg.

Des Weiteren wurde Hannelore Übelgünn für 40 Jahre Mitgliedschaft gewürdigt. Sie ist 1946 in Berlin-Neukölln geboren, lebt seit 1973 in Kreuzberg und ist vom Beruf Lehrerin. Ihre politische Aktivität begann sie als Studentin in der GEW. Schließlich ist sie 1949 – in einer Zeit, in der ihr Lieblingspolitiker Willy Brand wegen der Spionageaffäre seines persönlichen Referenten zurück getreten ist – der SPD beigetreten. In der SPD hatte sie unterschiedliche Funktionen und war von 1994 bis 1998 Bezirksverordnete in Kreuzberg. Hannelore hat sich insbesondere in der Schul- und Bildungspolitik eingebracht und das Konzept des Gesamtschulsystems mit initiiert und geprägt.

Schließlich wurde Dr. Doris Habermann für 25 Jahre Mitgliedschaft geehrt. Sie ist 1941 in Erlangen geboren und Anfang der 60er aufgrund ihres Studiums der Sozialwissenschaftlichen nach Berlin umgezogen. In die SPD ist sie 1989 nach einem langen Auslandsaufenthalt in Thailand und Jamaika eingetreten. Neben diversen Funktionen in der SPD hat sie sich in der Arbeitsmarktpolitik und Frauenpolitik eingebracht. Sie hat beispielsweise die Städtepartnerschaft zwischen Friedrichshain-Kreuzberg und Breslau sowie Nikaragua mitgeprägt. Des Weiteren hat sie den Rundentisch für Tourismus mit initiiert. Durch Ihre Firma Kombi Consult GmbH hat sie verschiedene Projekte im Bereich Bildung, Weiterbildung und Regionalentwicklung realisiert.

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