Besuch der NaunynRitze

Die SPD-Luisenstadt besuchte am 28. Oktober die NaunynRitze. Das Kinder-Jugend-und Kulturzentrum ist in einem der ältesten Gebäude in Kreuzberg untergebracht. Es wurde 1863 erbaut und beherbergte eine ehemalige Blindenschule. Das Jugendkulturzentrum entstand erst in den 70er Jahren. Im Laufe der 80er Jahre wurde die NaunynRitze insbesondere von Jugendlichen mit Migrationshintergrund aufgesucht. Anfang der 90er Jahre wurde sie von der Jugendbande „36 Boys“, die sich für einen nazifreien Kiez eingesetzt haben, geprägt.

Im Zuge der Umstrukturierung der Jugendfreizeiteinrichtungen in Friedrichshain-Kreuzberg ist das Kinder-Jugend-und Kulturzentrum 2010 auf die Gesellschaft für Sport und Jugendsozialarbeit (GSJ) übertragen worden. Das Zentrum umfasst ein offenes Angebot für Kinder und Jugendliche. Daneben wird insbesondere Projektarbeit gefördert. Hierzu gehören beispielsweise die „StreetUniverCity Berlin“, „Beispielhaft“ und „Kick“. Ebenso ist noch ein Hoftheater ansässig.

In der abschließenden Diskussion über die Situation von Jugendlichen stellte sich heraus, dass viele Jugendliche mit Beziehungsabbrüchen in der Familie zu kämpfen haben. Die Institution Schule wird nicht als ein „erfolgreiches Modell“ empfunden. „Jugendliche mit Migrationshintergrund nehmen schnell die Opferrolle an und fühlen sich nicht wertgeschätzt“, so Kemal Özbasi, Leiter der NaunynRitze. Vor diesem Hintergrund muss das Selbstbewusstsein der Jugendlichen gestärkt und eine stabile emotionale Bindung durch Eltern, Freunde, Schule, Sozialarbeiter etc. gewährleistet werden.