Gemeinsam gegen rassistisch motivierte Gewalt

Racial Profiling – das war das Thema der Sitzung der Arbeitsgemeinschaft für Migration und Vielfalt der SPD Friedrichshain-Kreuzberg. Zu Gast war Biplab Basu, Mitarbeiter von reachout und sein vielen Jahren bei der Bekämpfung rassistisch motivierter Polizeigewalt engagiert.

Biplab Basu stellte zunächst die Arbeit von reachout und angrenzenden Organisationen vor. Diese leisten Unterstützung für Menschen, die Opfer von rassistisch motivierter Gewalt geworden sind. Ein wesentlicher Grundgedanke ihrer Arbeit: Die Menschen berichten von ihren Erlebnissen, die Berichte werden erst einmal nicht bewertet und die Betroffenen entscheiden selbst, wie sie vorgehen und ob sie juristische Wege einleiten möchten.

Zudem berichtete Biplab Basu über Erlebnisse aus seiner Arbeit, konkrete Geschichten, Beispiele, Realitäten. Er berichtete über Vorurteile, rassistisch begründete Verdachtsmomente und über daraus folgende schwerwiegenden Schwierigkeiten für die Betroffenen. Danach kam es zu einer Diskussion über das Thema, es wurden Nachfragen gestellt und von eigenen Erlebnissen berichtet. Vermehrte Grenzkontrollen, Ausweiskontrollen, Mitmenschen, die offensichtlich Abstand nehmen, wenn sie Menschen mit Migrationshintergrund sehen: Handlungen als Reaktion auf fremde Herkunft anderer Menschen gibt es leider immer wieder im alltäglichen Leben. Manchmal bleibt offen, ob es sich dabei tatsächlich um Rassismus handelt. Biplab Baus plädiert dafür, in solchen Momenten auf das eigene Gefühl zu hören.

Es bestand Einigkeit: Für rassistisch motivierte Gewalt darf kein Raum sein. Teilweise muss allerdings noch ein Bewusstsein für dieses Problem geschaffen werden. Es gibt noch vieles zu tun. Der Dank gilt Biplab Basu für seinen Besuch, seinen Vortrag und den Dialog. Letzteren wollen wir fortführen, um effektiv gegen rassistisch motivierte Gewalt – egal aus welcher Ecke – vorzugehen.