Sowohl Wohnungen als auch Grünflächen

Die SPD Friedrichshain-Kreuzberg will Teile des RAW-Geländes für bezahlbare Wohnungen nutzen.

Seit dem Verkauf des Reichsbahnausbesserungswerks 2007 wird mit Leidenschaft um die richtige Entwicklung des RAW-Geländes an der Revaler Straße gerungen. Die Grünen im Bezirk fordern nun, jeglichen Wohnungsbau auf dem Gelände zu verbieten und stattdessen nur „soziokulturelle Nutzungen“ und öffentliche Grünflächen zu erlauben.

„Das klingt zwar auf den ersten Blick prima, ist aber beim zweiten Blick schlichter Populismus“, sagt John Dahl, Vorsitzende des Stadtentwicklungsausschusses der Bezirksverordnetenversammlung Friedrichshain-Kreuzberg. „Zudem offenbart die Haltung der Grünen fehlendes Verantwortungsbewusstsein.“ Friedrichshain-Kreuzberg ist nach Pankow der Bezirk mit dem größten Bevölkerungswachstum in Berlin. „Zusätzlicher Wohnraum ist daher zwingend geboten“, betont Dahl. Nichts spreche dagegen, ein ehemaliges Industriegelände dafür zu nutzen.

„Die SPD fordert deshalb, Wohnungen mit bezahlbaren Mieten auf der Ostseite des Geländes zu ermöglichen, bei gleichzeitiger Beibehaltung der zentralen soziokulturellen Nutzungen.“ Dies sei durch eine kluge Planung durchaus möglich. „Das Gelände ist groß genug, um beide Nutzungen konfliktfrei zu ermöglichen.“