Sport und Politik mit Seitenwechsel e.V.

Liebe Genossinnen und Genossen,

bei unserer  Sitzung (am 06. November 2013) haben wir Sport und Politik thematisiert. Als Referentin konnten wir die Vereinsmanagerin vom Seitenwechsel e.V. gewinnen. Der Sportverein Seitenwechsel e.V. schafft „einen Rahmen für Frauen/Lesben und Trans* […], in dem sie gemeinsam den Sport treiben können, der ihnen gefällt – von Boxen bis Tanzen – und gleichzeitig sportliche Präsenz zu zeigen ohne als Randgruppe stigmatisiert zu werden, unabhängig von Herkunft und sozialem Status, körperlichen Voraussetzungen, Alter, geschlechtlicher und sexueller Identität.“ (siehe Hier)

 

Einen kurzen Überblick über die wichtigsten Punkte findet ihr hier:

  • Seitenwechsel e.V. engagiert sich seit 25 Jahren im Bezirk Sportangebote für Lesben, Frauen, Mädchen und Trans*menschen zu schaffen und ist in den Jahren massiv gewachsen. Zunächst nur als Verein für Frauen und Lesben gegründet kam 2012 auch die Öffnung gegenüber Trans*menschen hinzu. Hierfür bedurfte es auch Vereinsintern eines Lern- und Kommunikationsprozesses. Darüber hinaus wurden Infoblätter für Trainerinnen aber auch die Berliner Bäderbetriebe entwickelt um einen diskriminierungsfreien Sport zu ermöglichen.
  • Sport ist über die körperliche Betätigung hinaus auch ein Feld in dem immer wieder soziale Themen ausgehandelt und erkämpft werden müssen. So bietet der Verein einen gestaffelten Vereinsbeitrag an, der vom Einkommen der Vereinszugehörigen abhängig ist.
  • Oft ist es gerade für neue Vereine schwer an Sport- und Hallenplätze zu kommen. Die Sportanlagen des Bezirks sind für die Vereine kostenlos zugänglich. Die Vergabe wird nach der Sportanlagennutzungsverordnung geregelt. Dabei ist problematisch, dass zum einen der Spitzensport gegenüber dem Breitensport bevorzugt wird, aber auch alteingesessene Vereine gegenüber neueren. Die zuständige Abteilung beim Bezirksamt Friedirchshain-Kreuzberg versucht an dieser Stelle einen Interessenausgleich zu schaffen. Allerdings sollen hier demnächst wie fast überall die Stellen abgebaut werden, sodass die Befürchtung besteht, dass in Zukunft überwiegend Dienst nach Vorschrift gemacht wird. Eine möglichst alle Interessen berücksichtigende Verteilung der Nutzugszeiten der Sportanlage könnte dann in Mitleidenschaft gezogen werden. Auch wäre es wünschenswert, wenn hier generell auch eine Ausgewogenheit der Geschlechter stärker berücksichtigt werden würde.
Innerhalb der SPD gibt es ein Forum Sport, die 2009 einen Flyer mit den SPD Positionen formuliert haben. Wer sich diesen mal anschauen möchte: HIER
Eure Jusos Xhain