Aktionstag gegen Nazi-Läden und rechten Life-Style am 9. März

Liebe Genossinnen und Genossen,

letzten Freitag haben die Opferberatung ReachOut und die bezirklichen Registerstellen die neuen Zahlen zu rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Berlin vorgelegt.

2012 wurden mehr Menschen verletzt und massiv bedroht – bei insgesamt leichtem Rückgang der Angriffszahlen.  Hauptmotiv war Rassismus. Auch die Angriffe auf politische Gegner sind noch gezielter geworden – darunter Genossinnen und Genossen, die sich in ihrem Kiez aktiv engagieren.

Unsere Solidarität gehört den Opfern.

Wir werden die finanzielle Absicherung der Opferberatung ReachOut im Landesprogramm gegen rechts fortsetzen. Wir setzen uns dafür ein, dass ab 2014 auch die wichtige Arbeit der Registerstellen vom Land finanziell unterstützt wird. Dilek Kolat als zuständige Senatorin befürwortet das.

Neonazis identifizieren und bestärken sich über einschlägige Kleidungsmarken wie „Thor Steinar“. Nicht selten nehmen im Umkreis dieser einschlägigen Läden antisemitische, rassistische, homophobe und neonazistische Vorfälle zu. Wir wollen diese Läden nicht in unseren Kiezen!

Heftiger Protest hat in den letzten Jahren Nazi-Läden aus Einkaufszentren verdrängt. Einzelne Läden halten sich noch: der „Tönsberg“-Shop in Weißensee und der Laden „Thor Steinar“ (ehemals „Tromsö“) in Friedrichshain. Neben „Thor Steinar“ gibt es eine neue Marke, das „Label 23“. Die Marke vermeidet Bezüge zum Nationalsozialismus, spielt aber mit ihrer Kampf- und Männlichkeitsästhetik rechte Einstellungen an. Sie wird insbesondere in vielen Door-Breaker-Filialen verkauft, wodurch auch die Ansprache eines nicht ausschließlich rechten Publikums möglich ist. Hier muss sensibilisiert werden.

Am Samstag, 9. März beteiligen wir uns am

Aktionstag gegen Nazi-Läden und rechten Lifestyle

Stationen:

Hohenschönhausen: Kundgebung um 12 Uhr am Lindencenter

Weißensee: Demo (durch Prenzlauer Berg und Weißensee) um 14 Uhr am Antonplatz

Friedrichshain: Demo um 16 Uhr am S-Bhf. Frankfurter Allee (Treffpunkt: Ausgang des S-Bhf. Frankfurter Allee).

Demo-Telefon der Jusos: 015736564270.

Wir freuen uns Euch dort zu sehen!

Mit solidarischen Grüßen,

Susanne Kitschun und Kevin Kühnert

für den Koordinierungskreis der AG Strategien gegen rechts der SPD Berlin

PS: Wenn Ihr über Veranstaltungen, Demonstrationen und andere Termine informiert werden möchtet, bei denen sich die Berliner SPD gegen Neonazis und ihre Strukturen engagiert, dann sendet uns bitte eine E-Mail mit dem Betreff „Aufnahme Verteiler AG Strategien gegen rechts“ an johanna.rosse@spd.de.

P.P.S. Wenn Ihr mehr wissen wollt:

Die gemeinsame Pressemitteilung von Reachout und den Registern findet Ihr hier: http://www.reachoutberlin.de/index.php?name=News&catid=&topic=6

Informationen zum Aktionstag gegen Nazi-Läden und den ausführlichen Aufruf findet ihr hier: http://www.register-friedrichshain.de/IGR/Archiv/Aufruf_NoNaziShopping2013.pdf

Kontaktperson an dem Tag ist Oliver, erreichbar unter 015736564270.

Eure Unterstützung ist gefragt, um Neonazis keinen Fußbreit in keinem Kiez oder sonst wo zu überlassen! Wenn Ihr Infos möchtet, wie Ihr Euch gegen Neonazi-Läden wehren könnt, folgt diesen Link:  http://www.mbr-berlin.de/materialien/publikationen-handreichungen/ladenschluss-jetzt