„Ein guter Programmentwurf für die SPD als linke Volkspartei“

Das Timing war perfekt. Erst wenige Stunden war der Entwurf für das Regierungsprogramm der SPD alt, da stand er schon bei den Jusos aus Friedrichshain-Kreuzberg, Tempelhof-Schöneberg, Spandau und Mitte zur Diskussion. Gemeinsam mit der Bundestagsabgeordneten und Sprecherin der Parteilinken Hilde Mattheis untersuchten ihn die Jungsozialisten auf die Themen Arbeitsmarkt und Soziales sowie Jugend und Bildung. Im Rahmen einer „Fishbowl“-Diskussion, bei der die Teilnehmer fliegend wechseln, hatten sie die Schwerpunkte zuvor selbst festgelegt. Zum Schluss kamen auch Themen wie ein mögliches Wahlalter ab 16 und Langzeitpraktika zur Sprache.

„Wir haben in der Parteivorstandssitzung nochmal sehr für Änderungen gekämpft“, plauderte Mattheis ein wenig aus dem Nähkästchen. So sei etwa die Begrenzung von Managergehältern noch nachträglich in den Programmentwurf aufgenommen worden. „Die SPD muss den Menschen glaubhaft vermitteln, dass sie die Partei des sozialen Aufstiegs ist“, forderte Mattheis – und erntete viel Zustimmung der Jusos. Insgesamt zeigte sich Hilde Mattheis mit dem Papier, das auf einem Parteitag am 14. April verabschiedet werden soll, zufrieden: „Es ist ein guter Programmentwurf für die SPD als linke Volkspartei geworden.“