Breite Aufstellung des neuen SPD-Landesvorstands

Jan Stöß präsentiert sein Team für den Geschäftsführenden Landesvorstand

Der Kandidat als Landesvorsitzender der Berliner SPD Jan Stöß hat heute seinen Vorschlag für den nächsten Geschäftsführenden Landesvorstand der Berliner SPD vorgestellt. „In den vergangenen Wochen habe ich viel Unterstützung aus zahlreichen Kreisen für meine Kandidatur erfahren. Ich habe mich dabei besonders über die Nominierungen aus den SPD-Kreisen Mitte, Reinickendorf und Pankow gefreut, aber auch über die Anregungen aus Steglitz-Zehlendorf und Charlottenburg-Wilmersdorf. Den Landesverband kann nicht eine Person alleine voran bringen. Deswegen ist es jetzt an der Zeit, das Team zu präsentieren, mit dem ich mir in den kommenden zwei Jahren eine Zusammenarbeit im Geschäftsführenden Landesvorstand sehr gut vorstellen kann.“

Jan Stöß ist es wichtig, im Geschäftsführenden Vorstand die ganze Breite der Berliner SPD abzubilden und sowohl auf erfahrene Mitglieder des amtierenden Vorstands als auch neue Gesichter zu setzen. „In meinem Vorschlag sind alle Flügel, der Ost- und der Westteil der Stadt, die Bundes-, Landes- und Bezirksebene berücksichtigt“, so Stöß. Es werden Mitglieder des Berliner Abgeordnetenhauses und der Exekutive, aber auch Personen, die nur ehrenamtlich Politik machen, kandidieren. Die Quotierung nach Geschlechtern ist dabei einerseits selbstverständlich, andererseits aber auch ein besonderes Anliegen von Stöß.

Sein Vorschlag sei auch Zeichen der innerparteilichen Integration und Einbindung, so Stöß: „Ich setze dabei nicht nur auf Kreise, die mich ausdrücklich unterstützen, sondern suche bewusst den Dialog mit den Kreisen, die sich im Vorfeld nicht für mich ausgesprochen haben. Dieser Vorschlag respektiert die Nominierungen der Kreise und setzt auf ein arbeitsfähiges Team. Deshalb bin ich zuversichtlich, dass er auf dem Landesparteitag am 9. Juni auf breite Zustimmung stoßen wird.“

VORSCHLAG FÜR DEN GESCHÄFTSFÜHRENDEN LANDESVORSTAND DER SPD BERLIN:

Landesvorsitzender: Jan Stöß ist Kreisvorsitzender der SPD Friedrichshain-Kreuzberg und als solcher seit 2008 Mitglied im Landesvorstand. Von Beruf ist er Richter. Stöß hat angekündigt, als Landesvorsitzender der Berliner SPD wieder ein klar erkennbares und selbständiges Profil zu geben. Bezirksinteressen sollen im neuen GLV Chefsache sein. Als ehemaliger Bezirksstadtrat für Finanzen, Kultur, Bildung und Sport in Friedrichshain-Kreuzberg kennt Stöß die Sorgen und Nöte der Berliner Bezirke besonders gut und wird deren Position auch in der Landespolitik offensiv vertreten.

Stellvertretende Landesvorsitzende: Barbara Loth war Arbeitsrichterin und Stadträtin in Steglitz-Zehlendorf. Sie ist bereits seit 2006 Stellvertretende Landesvorsitzende der Berliner SPD und seit 2011 Staatssekretärin in der Senatsverwaltung Arbeit, Integration, Frauen. Ihre Schwerpunkte liegen in der Arbeitsmarkt-, Familien- und Gleichstellungspolitik. Wirksame Maßnahmen gegen Rechtsextremismus, Antisemitismus und Rassismus sind für sie außerdem wesentliche politische Ziele. „Mädchen und Frauen müssen gleiche Chancen auf Teilhabe am gesellschaftlichen Leben haben. Ich setze mich für Maßnahmen gegen die Armut der Familien und vor allem der Kinder ein. Unternehmen der Daseinsvorsorge dürfen nicht in private Hand. Rechtsextremismus, Antisemitismus und Rassismus müssen konsequent bekämpft werden.“

Stellvertretender Landesvorsitzender: Fritz Felgentreu ist Kreisvorsitzender der SPD Neu-kölln und von Beruf Lehrer. In seiner Zeit als Mitglied im Abgeordnetenhaus von Berlin war er Stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD-Fraktion. Als langjähriges Mitglied im Innenausschuss und rechtspolitischer Sprecher der Fraktion wird er sich im Geschäftsführenden Landesvorstand vor allem um die Bereiche Innen- und Rechtspolitik kümmern. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Integrationspolitik, die gerade in seinem Heimatbezirk Neukölln eine große Rolle spielt.

Stellvertretende Landesvorsitzende: Iris Spranger ist bereits seit 2004 Stellvertretende Landesvorsitzende der Berliner SPD und vertritt im Berliner Abgeordnetenhaus ihren Wahlkreis in Marzahn-Hellersdorf. Sie war stellvertretende Fraktionsvorsitzend und haushaltspolitische Sprecherin und von 2006 bis 2011 Staatssekretärin für Finanzen. Seit Ende 2011 ist Iris Spranger wohnungsbaupolitische Sprecherin der SPD-Abgeordnetenhausfraktion und wird auch im Geschäftsführenden Landesvorstand das Thema Mieten und Wohnen betreuen.

Stellvertretender Landesvorsitzender: Philipp Steinberg ist Regierungsdirektor im Bundesfinanzministerium, zur Zeit für seine Tätigkeit im SPD-Parteivorstand beurlaubt. Seine politischen Schwerpunkte sind die Finanz-, Wirtschafts- und Europapolitik. Er hat es sich zum Ziel gesetzt, die Berliner SPD klar als moderne Großstadtpartei zu positionieren. Dazu muss sich die Partei auch neuen Politikformen und Themen wie die Netzpolitik öffnen und in diesem Bereich wahrnehmbar sein. Philipp Steinberg ist bisher als Kreiskassierer Mitglied im Geschäftsführenden Kreisvorstand der SPD Mitte.

Landeskassiererin: Ulrike Sommer ist seit 2006 Beisitzerin im Landesvorstand. Sie führt seit neun Jahren die mitgliederstärkste Spandauer Abteilung Gatow/Kladow. Sie ist seit 2004 Stellvertretende Kreisvorsitzende in Spandau, wo sie sich beispielsweise für die Rekommunalisierung der Betriebe öffentlicher Daseinsvorsorge und ein stärkeres bundespolitisches Engagement des Berliner Landesverbands einsetzt. „Als Landeskassiererin will ich dafür sorgen, dass die SPD kampagnenfähig bleibt und auch künftig starke Wahlkämpfe führen kann,“ sagte Sommer.

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